Wie finde ich meine Money Prompts?
Ein Money Prompt ist die Frage, die ein potenzieller Kunde kurz vor einer Entscheidung an ein KI-System stellt. Dieser Guide zeigt, wie Sie solche Bottom-of-Funnel-Fragen finden, bewerten und in passende Seiten übersetzen.
Was ist ein Money Prompt?
Ein Money Prompt ist eine natürliche, meist konkrete Frage mit hoher kommerzieller Absicht. Die fragende Person will nicht mehr nur ein Thema verstehen, sondern Optionen bewerten, eine Shortlist bilden oder den nächsten Kaufschritt vorbereiten.
Das Keyword verschwindet damit nicht vollständig. Die Kaufabsicht bleibt, wird aber als Gespräch formuliert und um Ziel, Situation und Einschränkungen ergänzt. Genau dieser Kontext entscheidet darüber, welche Marken eine KI-Antwort nennt und welche Landingpage nach dem Klick überzeugt.
Money Prompts systematisch finden
Beginnen Sie nicht mit einem Prompt-Generator. Beginnen Sie dort, wo echte Entscheidungen bereits sichtbar werden.
Vertrieb und Beratung
Sammeln Sie Fragen aus Erstgesprächen, Angebotsmails, Demos und verlorenen Deals. Notieren Sie die echte Formulierung des Kunden.
Frage ans Team:„Was fragt ein Interessent unmittelbar, bevor er uns mit einer Alternative vergleicht?“
Wettbewerb und Kategorien
Listen Sie fünf relevante Anbieter, Ersatzlösungen und die wichtigsten Entscheidungskriterien Ihrer Kategorie auf.
Gesuchte Signale:beste, Vergleich, Alternative, Preis, Kosten, geeignet für, Empfehlung
Eigene Daten
Prüfen Sie Suchanfragen, Site Search, Support-Tickets, Chatverläufe und CRM-Verlustgründe auf wiederkehrende Entscheidungsfragen.
Wichtig:Nicht das größte Volumen gewinnt, sondern die höchste Nähe zu einem wertvollen Abschluss.
Aus Rohmaterial werden echte Prompts
Ergänzen Sie jedes Muster um Zielgruppe, Situation, Problem und relevante Einschränkungen.
Beste Lösung für einen Anwendungsfall
Was ist die beste [Lösung] für [Zielgruppe/Situation]?Beispiel: Welche B2B-Social-Media-Agentur eignet sich für ein SaaS-Unternehmen in Deutschland?
Direkter Vergleich
Was ist besser für [Situation]: [Option A] oder [Option B]?Beispiel: Ist eine spezialisierte KI-Ads-Agentur oder eine klassische SEA-Agentur besser für unseren Launch?
Alternative zu einer bekannten Option
Welche Alternativen zu [Anbieter/Lösung] gibt es für [Anforderung]?Beispiel: Welche Alternativen zu klassischer Google-Suche erreichen kaufbereite B2B-Zielgruppen?
Empfehlung mit Einschränkungen
Was können Sie für [Ziel] mit [Budget/Anforderung] empfehlen?Beispiel: Welche KI-Werbestrategie ist für einen deutschen Mittelständler mit begrenztem Testbudget sinnvoll?
Prompts nach Umsatznähe bewerten
Nicht jede Frage verdient sofort eine eigene Seite. Bewerten Sie jeden Kandidaten mit 0, 1 oder 2 Punkten je Kriterium.
| Kriterium | 0 Punkte | 1 Punkt | 2 Punkte |
|---|---|---|---|
| Entscheidungsnähe | Nur Information | Vergleich oder Shortlist | Kauf, Angebot oder konkrete Auswahl |
| Angebots-Fit | Kaum passend | Teilweise passend | Direkt durch das Angebot lösbar |
| Spezifität | Breites Thema | Zielgruppe oder Problem klar | Zielgruppe, Problem und Rahmen klar |
| Belegbarkeit | Nur Meinungen möglich | Einige Fakten vorhanden | Preise, Grenzen, Fälle oder Daten belegbar |
| Business-Wert | Geringer Wert | Unklar oder mittel | Hoher Auftrags- oder Kundenwert |
Das ist kein Suchvolumen-Ersatz und keine Umsatzprognose. Der Score zwingt das Team lediglich, kommerzielle Nähe, Angebots-Fit und Belegbarkeit vor der Produktion offen zu bewerten.
Aus jedem priorisierten Prompt eine gute Zielseite machen
„Eine Seite, ein Prompt“ bedeutet: eine eindeutige Hauptfrage pro URL – plus die Folgefragen, die zur gleichen Entscheidung gehören.
- 01
Frage als klare Überschrift
Formulieren Sie die H1 so, wie ein Mensch tatsächlich fragen würde. Das schafft sofortige Übereinstimmung zwischen Gespräch und Seite.
- 02
Antwort direkt im Einstieg
Geben Sie zuerst eine belastbare Kurzantwort. Voraussetzungen und Nuancen folgen danach – nicht nach einer langen Einleitung.
- 03
Vergleich ehrlich führen
Nennen Sie relevante Alternativen, Entscheidungskriterien und Grenzen. Eine Seite, die nur die eigene Lösung lobt, hilft bei einer echten Auswahl kaum.
- 04
Fakten extrahierbar machen
Nutzen Sie Tabellen, klare Zwischenüberschriften und konkrete Angaben zu Preis, Leistung, Kompatibilität, Prozess und Einschränkungen.
- 05
Gespräch bis zur Conversion fortsetzen
CTA und Angebot müssen zur Frage passen. Wer nach Alternativen fragt, braucht einen Vergleich oder eine Beratung – nicht die generische Startseite.
Wirkung sinnvoll messen
Messen Sie nicht nur Rankings oder Klicks. Entscheidend ist, welche Fragefamilie qualifizierte Anfragen, Pipeline und Umsatz erzeugt.
- Eigene URLs und konsistente UTM-Parameter für unterschiedliche Kampagnenwinkel verwenden.
- Landingpage-Conversions mit Lead-Qualität und CRM-Umsatz verbinden.
- Regelmäßig in relevanten KI-Systemen prüfen, welche Marken und Quellen genannt werden.
- Direktzugriffe und spätere Brand Searches als mögliche, aber nicht beweisbare Assist-Signale behandeln.
KI-Empfehlungen können eine Entscheidung beeinflussen, ohne einen sauber zuordenbaren Referral-Klick zu erzeugen. Deshalb sollten Attribution und Sichtbarkeitsbeobachtung nebeneinanderstehen – ohne aus Korrelation eine sichere Ursache zu machen.
Häufige Fragen zu Money Prompts
Was ist ein Money Prompt?
Ein Money Prompt ist eine konkrete Frage, die jemand kurz vor einer Kauf- oder Anbieterentscheidung an ein KI-System stellt. Er überträgt die kommerzielle Absicht eines Bottom-of-Funnel-Keywords in eine natürliche, kontextreiche Frage.
Woran erkenne ich einen Bottom-of-Funnel-Prompt?
Er verlangt eine Auswahl, einen Vergleich, eine Alternative, einen Preis oder eine Empfehlung für einen konkreten Anwendungsfall. Je klarer Problem, Zielgruppe und Entscheidungskriterium genannt sind, desto näher liegt der Prompt meist an einer Entscheidung.
Braucht jeder Money Prompt eine eigene Seite?
Jede eigenständige Kaufentscheidung sollte eine klar zugeordnete URL haben. Nahe Varianten und sinnvolle Folgefragen gehören gemeinsam auf diese Seite. Fast identische Prompts sollten nicht in mehrere dünne Seiten aufgeteilt werden.
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